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IR23 - Opal

Malte Feistmann
30. Aug. 2023
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Okt.


Der IR23 mit dem Namen „Opal“ war für das Team vor allem eines: ein Neuanfang. Die zähe Corona-Zeit lag endlich hinter uns, das Team bekam wieder Zuwachs, und mit ihm kam auch neuer Schwung.


Früh war klar: Die alte Plattform des IR17, die wir in den letzten zwei Jahren weiterverfolgt hatten, lassen wir hinter uns. Statt weiter an alten Lösungen festzuhalten, wollten wir die Erfahrungen aus zwei Jahren Autobau am IR21 mitnehmen und uns von Grund auf eine neue Plattform erarbeiten. Rückblickend genau die richtige Entscheidung.

Das Ziel war klar: Das Auto sollte simpel sein, robust und vor allem eine Plattform, auf der man in den nächsten Jahren weiter aufbauen kann. Gleichzeitig hieß das aber auch: einmal alles neu. Antriebskonzept, Akku, Monocoque, Kinematik – nichts blieb verschont.

Konkret bedeutete das den Umstieg von einem zweiteiligen Akku mit Pouch-Zellen in den Seitenkästen auf einen einteiligen Akku mit Rundzellen und neu entwickeltem BMS im Heck des Autos. Auch der bisherige Antriebsstrang – Emrax 228 HV CC Motor mit Bamocar D3 Umrichter – wurde komplett ersetzt. Stattdessen kamen zwei AMK DD5-13-10-POW Motoren mit zwei AMK KW26-S5-FSE-4Q2 Umrichtern zum Einsatz. Und damit war auch direkt klar: Ein neues Getriebe muss her.

Auch das Monocoque wurde einmal komplett neu aufgezogen. Neue Form, neues Material, neuer Lagenaufbau. Eine Besonderheit des IR23 war dabei, dass das Monocoque wieder aus einem Teil gefertigt wurde. Damit war unsere Teamkapazität allerdings auch komplett ausgereizt, weshalb wir uns gegen die Fertigung eines Aerodynamikpakets entschieden haben.

Und weil ein neues Monocoque natürlich nie allein kommt, musste auch die Kinematik neu entwickelt werden – von der Lenkung bis zur Radaufhängung kein Teil ist gleich geblieben. Auch die restliche Elektronik blieb nicht unangetastet: Sämtliche Platinen wurden von Grund auf neu entwickelt.


Ehrlich gesagt hätte man sich die ganze Aufzählung auch sparen können, wenn man einfach nur gesagt hätte, was gleich geblieben ist... Nichts.

Trotz allem hat dieser Neuanfang funktioniert. Der IR23 konnte noch vor den Events seine ersten Testkilometer sammeln so konnten bereits viele grundlegende Probleme gelöst werden.

Mit dem IR23 ging es anschließend nach Deutschland zur FSG. Dort konnten wir leider nicht alle Scrutineerings rechtzeitig bestehen. Bitter, aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen.


Das Team blieb auch nach dem Event dran, Fehler wurden nachhaltig behoben, und kurz nach der Event-Season fuhr der IR23 regelkonform. Für uns ein echter Meilenstein.


Jetzt geht es darum, diese Plattform auch zu nutzen. Nach Revolution folgt bekanntlich Evolution. Entsprechend blicken wir mit viel Motivation in die nächste Season und setzen alles daran, dass der IR24 endlich wieder auf einem Event fahren darf.

 
 
 

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